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Heilende Samtpfötchen

TIERGESTÜTZTE PSYCHOTHERAPIE

 

 

Die Beziehung zwischen Mensch und Tier ist geprägt von Freude und bedingungsloser Zuneigung. Diesen Umstand nutzen Psychologen, um mit Hilfe von Tieren besser Zugang zu ihren Patienten zu finden.

Hunde, Katzen, Kaninchen, Fische und Vögel bevölkern die Praxis der Kinder- und Jugendpsychologien Elisabeth Frick-Tanner in St. Gallen. Sie besitzt keinen Streichelzoo, sondern die Tiere sind Spezialisten auf dem Gebiet der Psychotherapie. "Sie sind in jeder Sitzung dabei", sagt Frick-Tanner, "der Umgang der Kinder mit den Tieren verrät mir viel über ihre Verhaltensmuster und ihr inneres Erleben." Tiere schaffen eine Brücke zu Kindern und Jugendlichen, deren Beziehungen zur Umwelt gestört sind. "Sie sind etwas Lebendiges, das praktisch alle berührt", erklärt die Psychologien. "Es entseht eine entspannte Atmosphäre, da das Tier jeden akzeptiert, wie er ist, es erwartet nichts, setzt niemanden unter Druck. Auch die sinnliche Wahrnehmung, der Körperkontakt, der Patienten oft fehlt, kann mit Tieren intensiv erlebt werden. Dabei kann sich ein Kind öffnen."

Alle sprechen auf Tiere an

Doktor Frick-Tanner erzählt von Jugendlichen, die viel offener von sich selber sprechen können, wenn sie mit einem Hund auf dem Boden hocken, als wenn sie still auf einem Stuhl sitzen müssen. Oder wie Kinder, die Mühe haben mit ihrer körperlichen Entwicklung, durch das Verhalten eines Tiers Zugang zu sich selber finden, wenn sie erleben, wie das Tier sich putzt oder ein Weibchen läufig wird. So werden Prozesse ausgelöst, die in der Folge therapeutisch verarbeitet werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob man mit einem Delfin schwimmt, einen Hund umarmt oder einem Vogel zuschaut. "Die einzige Einschränkung für eine Tiertherapie sind Allergien oder Ängste vor Tieren", sagt Frau Frick-Tanner. "Im Prinzip sprechen die meisten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen auf Tiere an." Kein Wunder, werden Tiere deshalb auch vermehrt in Altersheimen zu Betreuern auf vier Pfoten, die den oft trüben Heimalltag aufheitern, oder gar neuen Sinn vermittelt können, weil man sich um sie kümmern muss. Die Psychologin empfiehlt ihren Patienten, wenn möglich ein Haustier anzuschaffen, damit der positive Effekt auch ausserhalb der Therapie und die Kinder lernen, Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen. Wichtig ist dabei aber, dass Tiere nie ein Ersatz für menschliche Beziehungen sein können. Und dass auch ein Tier Bedürfnisse hat und nicht nur ein Instrument im Dienste des Menschen ist.  

Quelle: SKG HUNDE 

Beratung und Infos zur Tiertherapie:

Dr. phil. Elisabeth Frick-Tanner

Fachpsychologien für Psychotherapie FSP

Iddastrasse 51, CH-9008 St. Gallen

Tel. 071- 245 38 25  

 

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