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Dank dem Hund lernen, wie man mit Mitarbeitern umgehen sollte: Das ZAK
Zentrum für Agogik (Basel und Amriswil) hat für Führungskräfte erstmals ein
Kommunikations- und Managementtraining mit Hunden durchgeführt.
Nach "Survival- Trainings" und Schrei-Therapien sind Führungskräfte nun auch auf den Hund gekommen: In speziellen Kursen lernen sie, einen Agility-Parcours zu meistern. Dabei führen sie einen fremden Hund über verschiedene Sprünge, durch Tunnels und über Stege.
Welchen Nutzen man beispielsweise als Abteilungsleiter für die tägliche Arbeit daraus ziehen kann? "Das Training mit Hunden fördert die Beobachtungsgabe und die Selbstwahrnehmung", sagt Cornelia Kunz Brandl, Dozentin des Zentrums für Agogik (ZAK) und Begründerin des neuen Kurses.
Klare Anweisungen geben
Hunde würden sehr sensibel reagieren und stets direkte, ehrliche Rückmeldung geben, was das Verhalten des Hundeführers - respektive eben des Abteilungsleiters - betreffe.
Konkret: "Gibt man keine klaren Anweisungen, überspringt der Hund ein falsches Hindernis; wendet man zu viel Druck an, wird er unsicher - und vergisst man ihn zu loben, ist seine Motivation dahin." Eine gute Führungskraft müsse jedoch Leitung geben können und gleichzeitig ein gutes Einfühlungsvermögen haben, um situativ richtig und abgestimmt auf das Gegenüber zu reagieren. Das gelte sowohl im Geschäftsleben wie auf dem
Agility-Platz.
Zuerst ging es im Kurs jedoch darum, eine Beziehung zum Hund zu schaffen. Keine einfache Sache: Von den zwölf Teilnehmern waren bis auf eine Person alles Nicht-Hundehalter. "Anfänglich waren die Teilnehmer wie auch die Hunde etwas verunsichert. Es dauerte eine Weile, bis sie sich auf ihren neuen Partner eingestellt hatten", sagt Kunz Brandl. Auch hrer seien Parallelen zum Berufsleben festzustellen: "Der erste Kontakt - beispielsweise bei der Einstellung eines neuen Mitarbeiters - ist von grosser Bedeutung. Als Chef sollte man über die Fähigkeit verfügen, möglichst schnell eine Ebene zu schaffen, auf der sich beide wohl fühlen, damit die eigentlichen Aufgaben bewältigt werden können."
Die Kommunikation sei dabei - in der Geschäftswelt ebenso wie auf dem Agility-Parcours - der zentrale Punkt: "Und zwar nicht nur die verbale, sondern auch die nonverbale.
Diesbezüglich sind Hunde Experten: Über die Körpersprache nehmen sie jede Stimmung auf und reagieren entsprechend", sagt Kunz Brandl. Im Gespräch mit Menschen sei man sich jedoch häufig nicht bewusst, in welcher Form die eigene Körperspracheauf das Gegenüber wirke. Für die Kursleiterin ist es nicht das erste Mal, dass sie mit Hunden arbeitet: Sie ist in ihrer Freizeit im Agility-Team Gallus der kynologischen Gesellschaft St. Gallen als Übungsleiterin tätig.
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Ein fremdes "Herrchen"
Von dort rekrutiert sie auch ihre vierbeinigen Co-Leiter, die alle bereits Agility-erfahren sind - eine wichtige Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Kurs. "Wir haben im Vorfeld zudem genau abgecheckt, welche Hunde einen Führerwechsel problemlos mitmachen", betont Kunz Brandl.
Auf die Idee gebracht wurde die Spezialistin für Coaching und Management übrigens von einem holländischen Berufskollegen. Das Zentrum für Agogik ist mit dem Pilotversuch zufrieden und plant weitere Kurse mit Hunden. Ursula Känel
Infos:
www.zak.ch
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