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SIE KAUFEN SICH EINEN WELPEN 8-12 WOCHEN ALT

 

 

 

 

 

 

 

Gut vorbereitet, mit dem Wissen über den Standard ausgerüstet, wollen wir nun einen Welpen erstehen, natürlich nur beim Züchter. Die Züchteradressen haben wir schon Wochen vorher beim Rottweilerklub erfragt. Wir studieren die Ahnentafeln der Elterntiere, prüfen genau die Stammbäume, die von einem der SKG oder FCI angeschlossenen Klub ausgestellt sein müssen. Wir informieren uns über die Ausstellungs- und Prüfungserfolge der Elterntiere unseres Welpen und wissen auch über deren Grad der Hüftgelenkdysplasie (HD) Bescheid. Nach intensiven Kontaktgesprächen mit dem Züchter schauen wir uns das Muttertier an. Natürlich nicht in der Wurfkiste, sondern auf neutralem Boden. Schon aus dem Benehmen der „Alten“ können wir Rückschlüsse auf unseren künftigen Rottweiler ziehen. Wie nähert sich uns die Hündin? Ängstlich aggressiv- oder neutral: uns rundherum beschnuppernd, um dann mit einem wachsamen Auge auf uns wieder auf  ihren Platz zurückzukehren. Dass wir Welpen einer sich neutral verhaltenden Hündin, denen der unmotiviert aggressiven oder ängstlichen vorziehen, liegt wohl auf der Hand. Wenn die Möglichkeit besteht, sollten wir uns auch den Deckrüden anschauen. Eine Gelegenheit dafür bieten Hundeausstellungen oder Krönungen.

RÜDE ODER HÜNDIN ?

 

Heftige Familiendiskussionen lösen oft die Frage aus: Soll nun ein Rüde oder eine Hündin bei uns Einzug halten? Hier ein Rat zu geben, ist nicht einfach, hängt es doch von den Umständen und auch dem persönlichen Geschmack ab, wie man sich entscheidet. Die Hündin ist in der Regel haustreuer, sie muss allerdings in der Zeit der Läufigkeit, die ungefähr 20 Tage dauert und alle 6-9 Monate eintritt, unter strenger Kontrolle gehalten werden. Das Spazierengehen in dieser Zeit ist weder in der Stadt noch auf dem Lande kompliziert, wenn die Hündin an der Leine geführt wird. Um das Beschmutzen von Teppichen zu vermeiden, sollte man schon bei der ersten Läufigkeit darüber wachen, dass die kleine Hündin sich das im Handel erhältliche „Hoserl“ nicht abstreift. Chlorophylltabletten und Spray helfen, den Duft der Hündin abzuschwächen, so dass die Belästigung durch Rüden nicht so gross ist.

Fällt die Wahl auf einen Rüden, so muss man sich im Klaren sein, dass dieser grösser, mächtiger und auch etwas ungestümer ist als die Hündin. Rüden sind bei der Erziehung meistens unkonzentrierter und starrsinniger. Auf Spaziergängen gilt ihr Hauptinteresse den Duftmarken anderer Hunde, und sie neigen, besonders wenn Hündinnen in der Nachbarschaft läufig sind, zum Streunen.

 

WIE ALT SOLL DER WELPE SEIN ?

 

 

 

 

 

 

In der 8. bis 10.Woche nach der Geburt der Rottweilerwelpen ist es soweit. Wir stehen vor der Wurfkiste und betrachten hin und her gerissen die Welpen. Aber gerade jetzt ist es angebracht, nüchtern und sachlich zu bleiben. Halten wir uns vor Augen, dass wir unseren Gefährten für die nächsten 10 bis 12 Jahre auswählen. Nur ein kräftiger und gesunder Welpe wird annähernd die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen können. Es ist wohl selbstverständlich, dass das Welpenlager sauber, trocken und frei von üblem Geruch ist. Auch die Mutterhündin soll einen guten, wohlgenährten Eindruck machen. Wohl wird das Fell nicht immer sehr glänzen, aber die Hündin muss sauber geputzt und gepflegt aussehen.

In der 8. bis 10.Woche sind die Rottweilerwelpen schon stramme Kerlchen. Das Gewicht wird zwischen 8 bis 10 kg liegen! Recht quirlig und unternehmungslustig stürzen sie sich auf alles, was sich bewegt. Schnürriemen und herabhängende Schals sind besonders interessant! Ein leichtes Händeklatschen oder Rasseln mit dem Schlüsselbund wird als animierend empfunden. Sitzt ein Welpe abseits in der Kiste oder gebärdet sich ängstlich und verschreckt beim Hochnehmen, so kann die Ursache im Wesen selbst oder im mangelnden Kontakt zum Menschen liegen. Die Prägungsphase des Hundes erstreckt sich von der 4. bis 7. Woche. Sie wird in der 8.Woche von der Sozialisierungsphase abgelöst. Werden in der Prägungsphase schwerwiegende Versäumnisse begangen, kann das Ergebnis sein, dass eine belastbare Gemeinschaft zwischen dem neuen Artgenossen Mensch und dem betroffenen Hund nicht mehr zustande kommt. Der Welpe soll früh Erfahrungen mit mehreren Personen haben - ab der 8.Woche muss er es haben.

DIE AUSWAHL

Wir greifen also nach dem Hund, der sich uns freudig, vertrauensvoll und neugierig nähert und betrachten ihn genauer. Da die Frage Rüde oder Hündin schon vorher abgesprochen ist, widmen wir uns nun dem Aussehen des Welpen. Das Fell ist dicht und flauschig und wird nur in den seltensten Fällen schon glatt und hart sein. Keinesfalls darf es aber lockig und gewellt sein. Die Abzeichen sind klar erkennbar. Ideal ist es, wenn sie rotbraun sind. Ein grober Fehler sind weisse Abzeichen und Einfärbungen. Die Läufe sollen gerade und kräftig sein, die Gelenke der Vorderläufe stark ausgeprägt, aber nicht geschwollen. Der Kleine soll sich gerade aufrichten können und sich nicht ununterbrochen niedersetzen müssen, denn das lässt den Verdacht auf eine angeborene Schwäche der Hinterhand zu. Wir heben den Welpen hoch, indem wir mit einer Hand von hinten unter die Oberschenkel greifen und mit der anderen die Vorderpfoten; NIE AN DEN VORDERPFOTEN HOCHZIEHEN! Das schädigt Bänder und Gelenke. Auch nicht am Nacken, das ist der Muttergriff, und der Welpe fühlt sich gerügt. Wenn er bei uns sitzt, schauen wir dem kleinen Rottweiler in die Augen, wir kontrollieren Zähne, ob der Bauch fest und rund, aber nicht aufgetrieben ist, was auf Wurmbefall oder auf einen Nabelbruch hindeuten könnte. Nachdem wir nun einen kleinen, gesunden, quicklebendigen Rottweiler ausgesucht haben, bekommen wir vom Züchter einen Kaufvertrag, Ahnentafel und den Impfpass ausgehändigt.

DER HEIMWEG

Wir legen dem kleinen Hund ein mitgebrachtes Lederhalsband mit Leine um und führen oder tragen ihn behutsam zum Auto. Der Welpe sollte vorher nicht gefüttert worden sein, da er sich sonst im Wagen sehr wahrscheinlich erbrechen würde. Der Platz für ihn ist auf dem Schoss des Beifahrers, der beruhigend auf ihn einsprechen kann. Um nicht auf der ersten Fahrt den Grundstein für eine etwaige Angst des Hundes vor dem Autofahren zu legen, ist eine ruhige Fahrweise selbstverständlich. Stündlich ist eine Rast einlegen um den Welpen an einen geeigneten Platz zu führen wo er sich lösen kann. Wir lassen ihn unter keinen Umständen von der Leine, denn sowohl wir als auch die neue Umgebung könnten ihn verschreckt haben, und er würde möglicherweise ins nächste Auto laufen.

ZUHAUSE ANGEKOMMEN

 

Zu Hause angekommen, zeigen wir dem Welpen den Platz, der in Zukunft sein Lager und seine Schlafstelle sein wird. Praktisch ist für die ersten Monate ein gebrauchter Hundekorb. Der Junghund  wird bestimmt daran nagen, und es wäre schade um einen neuen oder eine glatt gehobelte Holzkiste. Als Liegefläche eignet sich eine 10cm dicke Schaumgummimatte mit einem leicht waschbaren Überzug. Sehr gern verwendet man das sogenannte Vet-Bett, das sich kuschelig und immer trocken anfühlt und in der Waschmaschine gewaschen werden kann. Wir bereiten dem Welpen sein gewohntes Futter zu, den Speiseplan haben wir ja vom Züchter mitbekommen. Durch die grosse Aufregung wegen des Umgebungswechsel kann es unter Umständen zu leichtem Durchfall kommen. Um dem vorzubeugen, mischt man einige Löffel grobe Weizenkleie und etwas rohen, geschabten Apfel unter das Futter, und statt Wasser gibt man lauwarmen, ungezuckerten schwarzen Tee. Wir achten immer darauf, dass unser Hund nicht direkt aus dem Kühlschrank, sondern angewärmt bekommt, so beugt man am sichersten Magen- und Darmbeschwerden vor. Sollte es aber dennoch zu Durchfällen kommen: sofort zum Tierarzt, da der Laie gerade in diesem Alter sehr schwer eine leichte Unpässlichkeit von einer massiven Infektion unterscheiden kann. Lieber einmal zuviel zum Tierarzt als einmal zuwenig!

 

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WAU.... DAS IST VIEL NEUES......... MÖGEN SIE IMMER NOCH EINEN HUND???

Lassen Sie dem Welpen Zeit sich der neuen Umgebung anzupassen, er wurde eben erst von seiner Mutter und seinen Geschwistern getrennt. Ein Bettli mit Lammfell, eine warme (nicht heiss) Bettflasche in Tuch gewickelt, ein Wecker unter die Decke (das hört sich dann an wie der Herzschlag der Mutter) und das Ganze neben Ihr Bett. So wird die erste Nacht für Ihr Hundebaby und für Sie keine Tortur. Gehen Sie so oft wie möglich ¨Brunni¨ machen. Umso mehr Sie das tun, desto schneller wird er stubenrein. Ich empfehle Ihnen jede Stunde und benuzten Sie immer das gleiche Wort, egal was er tun soll. z.B. "Brunni machä", "Schiissgagi machä", "gang usä", "chum ihnä", "gutti gutti", "chum zum Mami", "wartä",  "nei", "pfui" usw. 

Vielleicht ist es aber auch sinnvoll einen etwas älteren Hund in Ihrer Familie aufzunehmen. Ich habe nach dem Tod von Aaron bei einer Züchterin vom Hallwiler See einen 9-monatigen Traumboy gefunden. Er hatte vorher nicht einen idealen Besitzer und war körperlich etwas angeschlagen. Aber als ich ihn sah wusste ich genau.... ER GEHÖRT ZU MIR. Das war das Beste, was mir passieren konnte...Ihm auch! Hero ist ein Energiebündel, so was von lieb zu den anderen, ein starker Charakter, lerngierig, verspielt und verschmust, ich habe manchmal das Gefühl es ist ihm nicht bewusst, wie gross er ist.... Überlegen Sie sich also genau, ob Sie wirklich genug Zeit haben für einen Welpen. Es geht hier um mindestens ein halbes Jahr bis er einigermassen so ist, wie Sie es mögen. Mit ca.14-16 Monaten kommt er dann noch ins Flegelalter... Mann oh man das braucht dann wieder Geduld und starke Nerven. Also ein ca. 3-jähriger Rottweiler ist ausgewachsen und macht nicht mehr soviel Arbeit wie ein Welpe. Bedenken Sie auch.... wenn Sie arbeiten.... einen Welpen zulange alleine zu lassen ist eine Qual für jeden Hund jeden Alters... 

Oder ist es vielleicht nicht besser 2 Katzen zu kaufen ????? Bitte verstehen Sie meine direkte Art nicht falsch.... Ich denke nur an das Tier!!!!

Trotz allem kann es familäre Probleme geben.

Sie trennen sich von ihrem Partner, neuer Job oder Baby.

WOHIN MIT DEM HUND????  Bitte handeln Sie vernünftig und denken Sie an Ihren Hund! Er braucht sein Herrchen, sein Zuhause, seinen Platz und seine Aufgaben. Suchen Sie persönlich einen neuen verantwortungsbewussten Besitzer, der es gut meint, der Zeit hat und den Hund liebevoll in seiner Familie aufnimmt. Sprechen Sie mit dem Züchter, er wird ihnen sicher weiterhelfen oder melden Sie sich bei mir. Ich vermittle Ihren Hund gerne an einen guten Platz.